Ein QR-Code für den Grabstein kostet als Einmalzahlung meist zwischen einigen Dutzend und wenigen hundert Euro — bei forevr 19, 39 oder 89 €, Gedenkseite und drei Aufkleber eingeschlossen. Wer ein Abo-Modell wählt, zahlt einen Startbetrag und danach jedes Jahr weiter. Und wer den Code gravieren lässt, bezahlt zusätzlich den Steinmetz.
Der Unterschied liegt nicht im Code — alle öffnen eine Seite. Er liegt in zwei Dingen, die vor dem Kauf selten angeschaut werden: was im Briefkasten ankommt und was Sie in zehn Jahren noch zahlen.
Drei Preismodelle
| Modell | Was Sie zahlen | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Einmalzahlung | einen Betrag, einmal | ob eine Laufzeit zugesagt ist |
| Abo | Startbetrag plus Jahresbeitrag | wer in zwanzig Jahren die Lastschrift trägt |
| Gravur beim Steinmetz | Handwerk, Anfahrt, Genehmigung | ob die Seite dahinter überhaupt enthalten ist |
Die drei schließen sich nicht aus: Eine gravierte Plakette kann auf eine Seite zeigen, die im Abo läuft. Dann zahlen Sie zweimal.
Was ein Abo über zwanzig Jahre kostet
Ein Rechenbeispiel, keine Anbieterangabe: 12 € Jahresbeitrag klingen nach wenig. Über zwanzig Jahre sind es 240 € — zusätzlich zum Startpreis, und vor jeder Preiserhöhung.
Ein Abo muss über Jahrzehnte von jemandem bezahlt werden — auch dann, wenn die Person, die die Seite angelegt hat, nicht mehr lebt. Die Frage ist nicht, was es heute kostet, sondern wer die Lastschrift in dreißig Jahren unterschreibt. Dazu Wer bezahlt die Gedenkseite eines Verstorbenen? und Wie lange bleibt eine Online-Gedenkseite online?.
Was im Preis steckt
Das ist die Spalte, die entscheidet, und kaum jemand zeigt sie.
Der Träger. Ein Aufkleber, ein Medaillon aus Verbundstoff, eine gelaserte Plakette aus Aluminium oder Edelstahl — und wie viele davon. Ein einzelner Träger ohne Ersatz ist ein einzelner Versuch.
Der Speicherplatz. Manche Angebote begrenzen auf wenige Dutzend Fotos oder auf ein Volumen, das ein einziges Video von drei Minuten füllt. Wer Ton und Video hinterlegen will, sollte die Zahl vorher kennen.
Die Arbeit. Ob jemand den Lebenslauf für Sie schreibt und den Träger am Grab anbringt. Das treibt den Preis am stärksten — bezahlt wird Handwerk, nicht das Produkt.
Bei forevr: drei identische Aufkleber aus verstärkter Folie, Videos und Tonaufnahmen sowie ein NFC-Chip ab Heritage, und 14 Tage Zeit, die Seite mit allem zu testen und zu teilen. Souvenir kostet 19 €, Heritage 39 €, Eternite 89 €. In der Schweiz werden die Preise in Franken angezeigt und in Euro abgerechnet. Ob Sie überhaupt zahlen müssen: Gedenkseite kostenlos oder bezahlt.
Was der Steinmetz nimmt
Die Gravur eines Codes in den Stein oder in eine Edelstahlplatte kostet je nach Betrieb einige Dutzend bis mehrere hundert Euro. Bezahlt werden weniger die dreißig Sekunden Gravur als Anfahrt, Einrichtung der Maschine und der Antrag bei der Friedhofsverwaltung — eine Gravur ist eine Veränderung am Grabmal und in der Regel genehmigungspflichtig. Günstiger wird es, wenn der Stein ohnehin in der Werkstatt ist, etwa zum Nachtragen eines Sterbedatums.
Bitte klären Sie vorab mit der Friedhofsverwaltung, auch beim Aufkleber. Ob sich die Gravur lohnt, ist eine eigene Frage: QR-Code gravieren oder kleben.
Ersatz ist mehr wert als eine Jahreszahl
Die gesetzliche Gewährleistung gilt zwei Jahre, bei jedem Anbieter. Alles darüber hinaus ist eine freiwillige Zusage — und sie gilt genau so, wie sie formuliert ist.
Zwei Formulierungen sollten Sie langsam lesen. „Haltbarkeit 10 bis 20 Jahre“ ist eine Schätzung, keine Verpflichtung. Und „zwei Träger mit je fünf Jahren“ sind fünf Jahre, nicht zehn: Ein Aufkleber erbt nicht die Zusage seines Nachbarn.
Wir ersetzen beschädigte Aufkleber 10, 20 oder 30 Jahre lang kostenlos, je nach Angebot. Wir behaupten nicht, dass eine Folie dreißig Winter übersteht — das tut sie nicht. Wie lange hält ein QR-Code-Aufkleber im Freien sagt, was sie wirklich aushält.
Der Preis sagt nicht, wer Ihre Fotos hostet
Der blinde Fleck jeder Preisliste: Wer die Plakette verkauft — Steinmetz, Bestatter, Onlineshop — betreibt nicht immer die Gedenkseite. Das ist weder versteckt noch unseriös, aber es entscheidet, an wen Sie sich wenden, wenn in zehn Jahren etwas nicht mehr funktioniert. Fragen Sie nach der Adresse, unter der die Seite läuft, und lesen Sie in den AGB nach, wer als Betreiber steht. Wenn dieser aufgibt: Was wird aus dem QR-Code am Grab, wenn der Anbieter schließt?.
Drei Fragen vor dem Bezahlen
- Kauf oder Miete? Ein Preis ohne Laufzeit sagt nichts. Fragen Sie nach den Kosten über zwanzig Jahre.
- Wer hostet die Seite? Nicht wer den Träger verkauft — wer die Fotos aufbewahrt, und unter welcher Adresse.
- Was deckt die Zusage? Eine Jahreszahl oder ein kostenloser Ersatz? Beides kostet den Anbieter nicht dasselbe.
Noch nicht sicher, was ein QR-Code am Grab überhaupt leistet? QR-Code am Grab: wozu er dient, was er kostet, wo seine Grenzen liegen.
Stand: 29. September 2026.





