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Gedenkseite kostenlos oder bezahlt: was jede Variante leistet

Julien

Julien

Gründer von forevr

4 Min. Lesezeit

Die meisten Online-Gedenkseiten sind kostenlos, und das ist eine gute Nachricht. Man kann für einen Angehörigen eine Seite anlegen, Fotos hochladen, Nachrichten empfangen — ohne dafür zu bezahlen. Für viele Familien reicht das.

Eine Frage bleibt, und sie stellt sich nicht am ersten Tag: Wer zahlt das Hosting in zwanzig Jahren?

Was die kostenlosen Angebote gut machen

Es sind viele, und sie unterscheiden sich. Drei Arten, nach dem Bedarf geordnet.

Die Trauerportale der Zeitungen. Wer eine Traueranzeige aufgibt, bekommt sie meist auch online, mit Kondolenzbuch und der Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden. Das erreicht in den ersten Wochen genau die Menschen, die die Anzeige ohnehin gelesen hätten, und es kostet nichts über den Anzeigenpreis hinaus.

Freie Gedenkseiten-Anbieter. Seiten, auf denen jeder eine Gedenkseite anlegen kann, oft mit Fotos, Lebenslauf und Gästebuch. Finanziert werden sie über Werbung, Spenden oder ein Branchenverzeichnis für Bestatter und Steinmetze. Manche bestehen seit vielen Jahren und machen ihre Sache ordentlich.

Der Gedenkzustand bei Facebook. Das Profil eines Verstorbenen kann in den Gedenkzustand versetzt werden; es bleibt dann bestehen, und ein vorher benannter Nachlasskontakt kann es verwalten. Für Familien, deren Freundeskreis ohnehin dort ist, sammelt sich dort in den ersten Tagen das meiste.

Wenn es darum geht, in den Wochen nach einem Todesfall Nachrichten zu sammeln, leisten diese Angebote das — gut, und ohne Gegenleistung.

Drei Dinge, die das Kostenlose nicht regelt

Die Laufzeit ist nicht zugesagt. Keines dieser Angebote verpflichtet sich schriftlich auf eine Zahl von Jahren. Das ist nicht unredlich, sondern strukturell: Ein kostenloser Dienst kann keine dreißig Jahre Hosting versprechen, ohne zu wissen, wer sie bezahlt. Und wo eine Gedenkseite zur Bestattung dazugegeben wird, steht die Laufzeit in den AGB — sie lohnen einen Blick, bevor die Fotos hochgeladen sind. Was eine Seite überhaupt online hält, steht in Wie lange bleibt eine Online-Gedenkseite online?.

Es gibt keinen Bezug zum Grab. Eine kostenlose Gedenkseite lebt unter einer Adresse, die man kennen muss. Zehn Jahre später erinnert sich niemand an die URL, und der Link aus der WhatsApp-Gruppe ist längst weg. Genau das löst ein QR-Code am Grabstein oder am Urnengrab: Man muss sich nichts merken, es genügt, dort zu sein.

Niemand hat gesagt, wer in zwanzig Jahren zahlt. Werbung, Spenden, ein Verzeichnis — jedes dieser Modelle kann sich ändern, und die Familie erfährt es zuletzt. Dazu kommt eine Frage, die man in Deutschland zu Recht stellt: Wo liegen die Daten? Ein Anbieter, der seine Server in der EU betreibt und in seiner Datenschutzerklärung nicht nur die DSGVO nennt, sondern sagt, was mit den Fotos geschieht, ist ein lesbares Kriterium — auch bei den Kostenlosen.

Wann Bezahlen sinnvoll ist

In drei Fällen, und sonst kaum.

Wenn Sie eine Laufzeit wollen, auf die Sie sich berufen können. Eine schriftliche Zusage mit einer Jahreszahl ist mehr wert als eine Absicht.

Wenn die Seite an einen Ort gehören soll. Der Träger — Aufkleber, Plakette, Medaillon — kostet zwangsläufig etwas: Er wird hergestellt und verschickt. Bitte klären Sie vorab mit der Friedhofsverwaltung, was am Grabmal zulässig ist.

Wenn Sie viel hinterlegen, vor allem Ton und Video. Speicherplatz hat einen echten Preis, und die Grenzen der kostenlosen Angebote sind nichts anderes als dieser Preis.

Was das bei forevr kostet

Eine Einmalzahlung, kein Abo: 19 € (Souvenir), 39 € (Heritage) oder 89 € (Eternite), je nachdem, wie viel Platz Sie brauchen und ob Sie Videos und Tonaufnahmen ablegen möchten. Enthalten sind drei QR-Code-Aufkleber für den Grabstein, und wir ersetzen beschädigte Aufkleber 10, 20 oder 30 Jahre lang kostenlos. Vorher können Sie die Seite 14 Tage lang testen und teilen, mit allem, was die größte Ausstattung bietet — bezahlt wird erst, wenn Sie sie behalten wollen. In der Schweiz werden die Preise in Franken angezeigt und in Euro abgerechnet.

Wie sich diese Beträge zu Gravur, Abo-Modellen und Folgekosten verhalten, steht im Überblick zu den Kosten eines QR-Codes für den Grabstein.

Eine Frage, die Sie jedem stellen sollten

Kostenlos oder bezahlt — die Frage ist dieselbe: Kann ich eine vollständige Kopie der Seite herunterladen?

Lautet die Antwort ja, wird das Risiko tragbar — der Dienst kann schließen, die Erinnerung bleibt bei Ihnen. Lautet sie nein, hängt der Bestand Ihrer Fotos und Nachrichten vollständig davon ab, ob ein Unternehmen oder ein Verein überlebt. Was in diesem Fall mit dem Code am Grab geschieht, steht in Was wird aus dem QR-Code am Grab, wenn der Anbieter schließt?.

Stand: 29. September 2026.

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